Meine Biographie, mein Leben

 

Monika Bürk-Finkbeiner

In Sasbachwalden habe ich am Rosenmontag 1947 das Licht der Welt erblickt. Auf dem Spinnerhof (ein Berg-Bauernhof) bin ich als ältestes von fünf Kindern aufgewachsen. Von klein an wurde ich in die Arbeit mit eingebunden. Eine Berufsausbildung war für mich nicht möglich, denn es wurde von mir erwartet, dass ich auf dem Hof mitarbeite, bis mein Bruder Rudolf mit der Landwirtschaftsschule fertig war. Gerne wäre ich Modezeichnerin geworden wie meine jüngste Schwester Cornelia, die wie ich im Zeichnen und Schneidern sehr talentiert war. Cornelia wurde sogar mit ihrem Gesellenstück Landessiegern. Mein Weg führte mich in die Gastronomie. 1978, nach dem frühen Tod meines ersten Mannes, mit dem ich acht Jahre das Hotel Hirsch in Seebach bewirtschaftete, gab ich den Betrieb auf und widmete mich intensiv unserem Sohn. 1982 tat sich eine schöne Tür auf für mich, im neu umgestalteten „Zuckerbergschlösschen“. Dort führte ich als erste Pächterin für die Gemeinde Kappelrodeck das neu eröffnete romantische Café mit viel Liebe und Kreativität. Die besonderen Eisbecher und selbst gebackenen Kuchen und ganz besonders meine selbst kreierte Zuckerbergtorte kamen so gut an, dass ich im ersten Sommer schon einen riesigen Zulauf hatte.

Leider bekam ich nach drei Jahren zunehmend heftige Asthmaanfälle durch den Mehlstaub, das sogenannte Bäckerasthma. Jahrelang musste ich hoch dosierte Kortison-Präparate einnehmen. Mein Wohlbefinden war nicht mehr das Beste. Inzwischen lernte ich meinen späteren zweiten Mann kennen. Er unterstützte mich und belieferte mich von seinem Sternehotel "Traube Tonbach" mit gebackenen Kuchen, Mürbteig sowie Biskuitböden. Die Obstkuchen und Torten konnte ich dann noch selbst fertigstellen.1990 gab ich mein geliebtes Zuckerbergschlösschen auf und zog zu meinem geliebten Mann ins Tonbachtal. Wieder eine neue Herausforderung stand an! Ich lernte die gehobene Gastronomie kennen und ich verstand auch dort meine natürliche Kreativität mit einfließen zu lassen.

Maria zu den Sehern von Medjugorjef

 

Durch Lebenskrise zum Tanzen: Für viele Vollbluttänzer ist das Tanzen das Leben. Das gilt auch für mich. Die Leidenschaft des Tanzes hatte ich ja als Schwarzwälder Bauernmädchen schon in jungen Jahren in der Volkstanzgruppe Sasbachwalden entdeckt, aber der Zugang war noch verschlossen.

In einer längeren tiefen Lebenskrise öffnete sich mein Herz für neues Bewusst-SEIN. Mein Urvertrauen führte mich auf einen neuen Weg. Mutig schöpfte ich wieder Kraft. Durch die Umstellung meiner Ernährung und beständiges Praktizieren der 5-Tibeter-Übungen, eine Yoga-Art, kam wieder Lust und Freude am Leben zurück. So entfaltete sich mein Drehtanz, den ich heute professionell auf Bühnen sowie in Kirchen tanze und der für mich die große Passion in meinem fortgeschrittenen Alter ist. Dass das so ist, verdanke ich meiner Ernährungsumstellung auf Rohkost. Viele Menschen erleben dasselbe und werden dadurch feinfühliger, intuitiver und sensitiver. Der Tanz bringt den Menschen dann noch zusätzlich in die eigene Mitte. Für Derwische und Sufis ist der Tanz die Rückverbindung zum Kosmos, zu Gott … die Planeten tanzen ja auch durchs Universum.

Seit 2009 bin ich mit meinem Drehtanz zu Gast in Kirchen und großen Konzertsälen in Deutschland, Österreich, Holland, Belgien, Slowenien und der Schweiz – u.a. Festspielhaus Bregenz, Brucknerhaus Linz und Gasteig München, Jahrhunderthalle Frankfurt, Tempodrom Berlin.

"Nach einem mich prägenden Leben habe ich gelernt loszulassen – habe meinem inneren Kind mehr Freiraum gegeben – vertraute dem Himmel – neue Energien wahrer Freude durchfluteten mich – und daraus entfaltete sich mein Drehtanz."

Außer meiner großen Passion fürs Tanzen engagiere ich mich sehr für Friedensprojekte. Auf dem Spinnerhof in Sasbachwalden entstand die Friedenskapelle Sankt Katharina, feierlich eingeweiht im September 2013. International bekannte Künstler sind dort zu Gast, Hochzeiten, jeder Konfession, finden in einer traumhaft schönen Umgebung statt, Lesungen und viele andere Events über das ganze Jahr verteilt bilden einen ganz besonderen Rahmen.

Inzwischen gebe ich auch Rohkost-Kurse (ich nenne es Frohkost) über bewusste Ernährung. Für meinen geliebten Heimatort Sasbachwalden kreierte ich die frohköstliche Saschwaller Blumendorftorte.

MBF